Totalausfall des Internetmarketings: Klickbetrug kann für Onlineshops eine Katastrophe sein

Während sich vor vielen Jahren noch zahlreiche Partnerprogramme auf dem Werbemarkt im Internet tummelten, die nur nach Kontrakt zahlen mochten, hat Google mit seinen Programm AdWords für Werbetreibende und AdSense für Contentanbieter ein ausschließlich klickbezogenes Abrechnungsmodell etabliert. Unternehmer können über AdWords bei Google Textanzeigen schalten, die dann, wenn jemand nach bestimmten Keywords in der Suchmaschine sucht, eingeblendet werden. Zusätzlich können auf Internetseiten von so genannten Contentanbietern, die über das Google-Partnerprogramm AdSense zugelassen sind neben Textanzeigen auch Imageanzeigen geschaltet werden. Die eingeblendete Werbung auf Internetseiten von AdSense-Partnern ist contentspezifisch. Dies bedeutet, eine Internetseite mit Börsenanalysen wird wohl eher Werbung für Kapitalprodukte angezeigt bekommen, während die Onlineausgabe eines Reisemagazins für Flüge nach New York werben könnte. Auch hier wird je Klick bezahlt und nicht etwa nach dem tatsächlichen Zustandekommen eines Vertrages, Als Google auf diese Weise erstmalig die Werbung vermarktete, rief dies gleich viele windige Geschäftsleute auf den Plan, die versuchten mit Millionen Klicks auf Werbeanzeigen, die über AdSense auf ihren Internetseiten integriert waren, den Rubbel rollen zu lassen. Die Programmierer von Google kamen natürlich schnell dahinter und schwarze Schafe unter den Contentanbietern flogen massenweise aus dem AdSense-Programm heraus. Der “einfache” Klickbetrug, so nennt man diese Vorgehensweise, ist von den Werbekunden in den meisten Fällen schnell erkennbar, da hier häufig aus den gleichen Netzwerken auf die Werbung geklickt wird. Google ersetzt in solchen Fällen die Rechnung für die Klicks auf die Werbeanzeigen.

Dennoch kann “Klickbetrug” auf Werbeanzeigen bei Google & Co. die werbenden Kunden richtig viel Geld kosten. “Damit wird mir bares Geld aus der Tasche gestohlen.” Wenn Tammy Harrison dies sagt, meint sie nicht etwa die erhöhten Rechnungen von Google, sondern den Umsatzverlust, infolge der ausbleibenden Werbung. Zwar ersetzt der Internetkonzern mit Sitz im kalifornischen Mountain View anstandslos die Mehrkosten infolge von erkannten “Klickbetrug”, jedoch erst Wochen später. Fast alle Kunden von AdWords haben ein Tagesbudget, mit dem sie die Ausgaben für ihre Werbeanzeigen begrenzen können. Ist das Tagesbudget erst einmal erreicht, werden keine Werbeanzeigen dieses Unternehmens angezeigt. Wie schnell das Werbebudget ausgereizt ist, hängt logischerweise von der Anzahl der Klicks ab. Dies haben auch viele Wettbewerber erkannt, die auf diese Weise ihre Konkurrenten oder zumindest deren Werbeanzeigen ausklicken wollen. Im Ausland gibt es Firmen, deren Kerngeschäft die neue Form des Klickbetrugs ist. “Für Firmen, die ihre Angebote beispielsweise über einen Onlineshop nur über das Internet vermarkten, ist der Totalausfall des Internetmarketings natürlich eine Katastrophe”, so Anatol Wiecki von der auf Internetmarketing spezialisierten Agentur media.wiecki.

1 Kommentar zu „Totalausfall des Internetmarketings: Klickbetrug kann für Onlineshops eine Katastrophe sein“

  • Sebastian sagt:

    Ausgezeichneter Blogartikel.Der Blog scheint sowieso ganz interessant zu sein. Freu mich auf die nächsten Posts.

    [Antwort der Redaktion: Na klar sind die Beiträge hier interessant. Und damit die anderen Leser nicht zu sehr abgelenkt werden, haben wir den Link entfernt. Gerne können Sie Ihre Werbung buchen. Herzlich Grüße von der fürsorglichen Leserbetreuung]

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