Strafverfahren gegen Jörg Kachelmann: Professor Brinkmann muss gehen

Jürgen Wussow, der Professor Brinkmann aus der Schwarzwaldklinik, landete einst am Ende in der Rechtsmedizin. Der echte Professor Brinkmann, Bernd Brinkmann, eine Kapazität in der deutschen Rechtsmedizin und maßgeblich beteiligt an der Aufklärung zahlreicher echter Verbrechen und vermeintlicher Verbrechen, die wie unzutreffend angenommene Kindstötungen in Wirklichkeit gar keine waren, wurde zwar nicht aus dem Glottertal verbannt, jedoch wurde der renommierte Rechtsmediziner am siebten Verhandlungstag auf Antrag von Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge vom Vorsitzenden Richter der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Mannheim wegen der Besorgnis der Befangenheit ausgeschlossen. Reinhard Birkenstock empörte sich über den Ausschluss und bezeichnete Professor Bernd Brinkmann als den “Franz Beckenbauer der Gerichtsmedizin”. Nach der zuvor der Verteidigung mit dem Psychologen Tilmann Elliger schon ein anderer Sachverständiger abhanden gekommen ist, stützten sich Kachelmanns Starverteidiger Reinhard Birkenstock und Ralf Höcker auf den renommierten Fachmann. Professor Brinkmann kann im Laufe seiner Karriere einiges vorweisen. So hat der langjährige Leiter des Rechtsmedizinischen Instituts der Universität Münster im Fall des so genannten “Phantoms von Heilbronn” als einer der allerersten darauf hingewiesen, dass die von der Spurensicherung der Polizei eingesetzten Stäbchen verunreinigt gewesen sein konnten. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg wies die Hinweise des Rechtsmediziners erbost zurück. Zu Unrecht wie sich später erwies.

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