Scientologe Tom Cruise darf nicht zum Militär

Berthold Schenk Graf von Stauffenberg möchte nicht, dass ein bekennender Scientologe wie Tom Cruise (44) seinen  Vater Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt. „Er soll seine Finger von meinem Vater lassen“, sagte der 72-jährige Sohn von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen versuchte Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten.

Der Naziführer überlebte damals das Attentat, weil sich sein Terminplan wegen eines Besuchs von Benito Mussolini um eine halbe Stunde verschob. Der Oberst im Generalstab des Hitler-Regimes flog in der Annahme, der Führer sei tot, nach Berlin, um den Staatsstreich mit dem Namen “Operation Walküre” zu vollenden. Erst in den Abendstunden stellte sich heraus, dass der NSDAP-Chef den Anschlag überlebt hatte, worauf regimetreue Offiziere Stauffenberg im Berliner Bendlerblock verhafteten und am 21. Juli 1944, um 0.15 Uhr, standrechtlich erschossen.

Der Hollywood-Star Tom Cruise soll sich schon im Raum Berlin nach Drehorten umgesehen haben, aber eine offizielle Anfrage für eine Drehgenehmigung im Bendlerblock, der heute neben Bonn als zweiter Dienstsitz des Bundesministeriums für Verteidigung dient, liegt der Bundesregierung noch nicht vor. Vorsichtshalber verbreitete die Sektenexpertin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Antje Blumenthal, Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung habe ihr zugesichert, eine solche werde auch nicht erteilt. Eine Drehgenehmigung für “einen ranghohen Scientologen” im Hauptquartier des deutschen Militärs hält die Sektenbeauftragte der Unions-Fraktion im Deutschen Bundestag für inakzeptabel, da dies einer politischen Anerkennung der Sekte durch die Bundesregierung gleichkommen würde.

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