Medienhure - Das Medienmagazin

Entertainment, Funk & Fernsehen, Medien, PR & Mehr, Werbung

  • Social Bookmarks:

  • Beliebtester Artikel aus dem Archiv

    Wolfgang Stumph

    Google

    BILD:
    "Das schlechteste Buch Deutschlands"


    taz: "respektables Medienmagazin"

Postmonopol-Wegfall: Axel Springer AG in den Startlöchern

Erstellt von AW am Donnerstag 28. Juni 2007

Die Axel Springer AG erweitert vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung für 510 Millionen Euro ihren Anteil an der in Luxemburg ansässigen PIN Group S.A., die seit ihrer Gründung im Oktober 2005 den drei Verlagsgruppen Axel Springer AG, Holtzbrinck und WAZ-Mediengruppe sowie der luxemburgischen Beteiligungsgesellschaft Rosalia Investment S.A. gehört. Mit dem Kauf hält der Springer-Konzern künftig 71,6% der Anteile an dem Postdienstleister und positioniert sich schon für die Zeit nach dem Fall des Postmonopols. „Wir wollen gemeinsam mit den Altgesellschaftern und künftigen Neugesellschaftern von der weiteren Liberalisierung des Postgeschäfts profitieren“, begründete Springer-Chef Mathias Döpfner die Transaktion. Die Tochterunternehmen der PIN Group S.A., deren Zusteller nach einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg sich seit 2005 gerichtlich bestätigt mit “PIN, die grüne Post” beim Empfänger melden dürfen, decken nach eigenen Angaben über ihr Vertriebsnetz 96% des Bundesgebietes ab.

Die PIN Group S.A. selbst bedient sich in Deutschland für das operative Geschäft zahlreicher Tochterunternehmen wie der PIN MAIL AG in Berlin, die die alternative Tageszeitung ‚taz’ auch schon mal als „Der Lidl unter den Postdienstleistern“ bezeichnete. Gewerkschafter warfen dem privaten Zustelldienst vor, mit „besonderer Pfiffigkeit” Arbeitnehmerrechte zu verletzen. Trotzdem beabsichtigt die PIN Group S.A. in Deutschland bis Ende des Jahres 2007 ihr Personal auf 20000 sozialversicherungspflichtige Briefzusteller aufzustocken.