Kaufen, kaufen, kaufen! ‘taz nrw’ heute Rarität für Ebay

Als „eine bittere Pille für alle kritischen Zeitungsleser in NRW“ bezeichnete Dr. Frank Biermann vom geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union NRW das abrupte Ende der NRW-Ausgabe der alternativen Tageszeitung ‚taz’. Das Printmedium war bis heute in dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit einer eigenen Regionalausgabe, die aus den Regionalausgaben taz Köln und taz Ruhr hervorgegangen ist, über zehn Jahre vertreten. Der Vorstand der ‚taz’ hatte erst am Montagabend beschlossen, die NRW-Ausgabe mit Wirkung zum 31. August 2007 einzustellen, um eine vermeintliche existenzielle Bedrohung für die Bundesausgabe zu verhindern. Die anderen Regionalausgaben der ‚taz’, bleiben weiterhin erhalten.

Die 17-köpfige Redaktion der ‚taz nrw’ hat sich jedoch entschlossen, die Arbeit sofort einzustellen. Deshalb wird die ‚taz’ am heutigen Mittwoch zum letzten Mal mit einer NRW-Regionalausgabe erscheinen. Der Versuch mit Neuabonnenten den NRW-Ableger des Printmediums zu retten, ist aus Sicht des Vorstads gescheitert. Die alternative Zeitung wollte 1000 Neuabonnenten gewinnen, am Ende waren es jedoch nur 817 LeserInnen, die sich für ein Abonnement entscheiden konnten. Allerdings haben in der gleichen Zeit mehr als 400 LeserInnen ihr Abo gekündigt, so dass die Zahl der Abonnements faktisch lediglich um 417 Exemplare stieg.

Der nordrhein-westfälische Regionalteil der alternativen Tageszeitung erreichte zuletzt 11000 LeserInnen, wie die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW), die die Auflagen von Zeitungen überprüft, festgestellt hat. Offenbar zuwenig um die NRW-Ausgabe zu retten. Für die siebzehn nordrhein-westfälischen Mitarbeiter soll nun laut Chefredakteurin Bascha Mika ein Sozialplan aufgestellt werden.

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