Hiphop nein. Hirntot ja.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen selbsternannte Musiker des Berliner Labels ‚Hirntot Records’ am letzten Donnerstag mehrere Wohnungen in Berlin, Düsseldorf und Köln durchsuchen lassen. Bei den Razzien, wo auch Sondereinsatzkommandos (SEK) der Polizei zugegen waren, konnten mehrere waffenscheinpflichtige Waffen gefunden werden, darunter auch ein Sturmgewehr des Typs AK-47 und 200 Gewehrpatronen sowie eine Pistole ‚Luger M-11“. Da die Möchtegern-Hiphoper nicht über entsprechende Waffenscheine verfügten, hat die Polizei die 21-, 24- und 25-jährigen Beschuldigten zur erkennungsdienstlichen Behandlung mitgenommen. Die talentfreien Musiker erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Vorausgegangen waren Beleidigungen und Drohungen gegen die Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn in im Internet veröffentlichten Videoclips. Auf beschlagnahmte CD’s konnten gewaltverherrlichende Texte gefunden werden, wo die Musiker des Labels Hirntot Records offensichtlich die SPD-Kulturpolitikerin mit dem Tode drohen. Monika Griefahn hatte wiederholt  den aufkommenden Hass und Sexismus in der deutschen Hiphop-Szene kritisiert. Zusammen mit der Band ‚Brothers Keepers’ fordert sie deshalb auch das Verbot der Platte „Neger, Neger“ des Berliner Rappers B-Tight.

Den bisher weitgehend unbekannten Hiphopern von Hirntot Records, deren Ergüsse man im Internet auf Plattformen wie YouTube sehen kann, wird auch Störung des öffentlichen Friedens vorgeworfen, weil sie auf der CD „1. Mai Steinschlag“ in brutalen und grausamen Einzelheiten die Tötung von Polizisten zeigen.

1 Kommentar zu „Hiphop nein. Hirntot ja.“

  • Klaus sagt:

    Durch eher zufällige Recherche bin ich auf diesen bereits vor zwei Jahren veröffentlichten Artikel gestoßen und bin empört! Mit dem vorliegenden Beitrag samt primitiver Überschrift suggeriert der Autor der “Medienhure” sein konsequentes Unverständnis sowie unglaubwürdige Stimmungsmache. Ich selber bin kein Fan dieser blutrünstigen musikalischen Ergüsse seitens Hirntot, doch ist das Verdrehen von Tatsachen (wenn es bsp. um die AK geht) und die aufkeimende Ignoranz definitiv fehl am Platz. Lieben Gruß, Klaus


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