Guerilla Marketing ruft Mordkommission auf den Plan

Eine schlecht durchdachte Guerilla Marketing-Kampagne kann als Hau-Ruck-Aktion nicht nur daneben gehen, sondern auch den Staatsanwalt auf den Plan rufen. In Frankreich wollte eine Theater in der Provinz bei der Pressearbeit besonders viel Aufmerksamkeit unter den Journalisten erregen, indem es an die Redaktionen Pappsärge mit einer darin befindlichen Kugel verschickte. In dem Sarg befand sich eine nebulöse Botschaft an die Medienvertreter: “Bald haben Sie eine Verabredung mit Ben und Gus”. Da viele Reporter nicht wussten, dass Ben und Gus die Protagonisten des anstehenden Theaterstücks sind, interpretierten diese die so überbrachte Nachricht als Morddrohung und erstatteten Strafanzeige. Nun ja, ein Sarg mit einer darin befindlichen Patronenkugel und die Ankündigung eines Treffens mit zwei Unbekannten, wird sicherlich bei vielen Menschen solche berechtigte Ängste hervorrufen, meint die Kölner Rechtsanwältin Beate M. Wieloch. Wer eine Guerilla Marketing Aktion in einer solchen Weise durchführt, muss neben Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen auch mit Unterlassungsansprüchen rechnen, sagt Wieloch vom Portal www.WettbR.de.  Wer Guerilla Marketing Aktionen ohne eine Agentur im Alleingang durchführen will, sollte sich vor der geplanten Aktion rechtlich beraten lassen, um keine Abmahnung zu riskieren oder gar mit einem Bein im Gefängnis zu stehen.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.


weiter...