Gravenreuth oder Kai Diekmann? taz.de nun doch platt gemacht – die tageszeitung seit Donnerstag, 23.33 Uhr, nicht mehr online

[Update/Hinweis: taz.de ist seit Freitag (26.03.2010], ca. 11.15 Uhr, wieder online.]

Wie Medienhure.de aus gut informierten Kreisen erfahren hat, ist die Internetseite der in Berlin erscheinenden alternativen Zeitung “die tageszeitung” seit Donnerstag, 23.33 Uhr, lahmgelegt. Die “taz” selbst kennt die Gründe noch nicht. Was meinen Sie, wer steckt dahinter? Hat Rechtsanwalt von Gravenreuth, der sich wegen der fragwürdigen Pfändung der Domain taz.de vor Gericht verantworten musste, postum nun doch noch zugeschlagen oder war es – nach www.kai-diekmann.de – die zweite Guerilla-Aktion von Kai Diekmann? Aber der Chefredakteur der “BILD”-Zeitung, Kai Diekmann, wird es wohl nicht gewesen sein, da er mit seinem neuen gelungenen selbstironischen Internetauftritt die “taz” und ihren Rechtsanwalt Johny E. regelrecht vorgeführt hat. Diekmann macht es Johny E. nun leicht. Während sich Johny E. früher in seinem Büro den Kopf zerbrechen musste, welche Begründung er für Anträge auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Diekmann schreibt, hält Diekmann nun für jedermann, der einen solchen Antrag bei der Pressekammer stellen möchte, ein Formular auf seiner Internetseite bereit. Dort kann man als Begründung beispielsweise folgendes angeben:

“Wenn ich Kai Diekmann beleidige, heißt das noch lange nicht, dass er gemein zu mir sein darf.”

oder “Ich bin traurig (und meine Frau auch.)”

Falls dies für Rechtsanwalt E., laut einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung nannte ihn ein Richter am Landgericht schon mal “Psycho-Johny”, als Begründung nicht substantiiert genug sein sollte, so hat der von der “taz” als “Sudel-Kai” bezeichnete noch Extrazeilen für eine “weitere Begründung” reserviert. Übrigens, nicht alle halten Rechtsawalt E. für einen “Psycho”. Eine Rechtsanwältin war charmanter, sie sagte über den von der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” als “Nervensäge” bezeichneten Rechtsanwalt: “Allein seine Stimme ist Körperverletzung”. Nun ja, habt Mitleid mit ihm, obwohl seine Kanzlei am Görlitzer Park liegt, hat er aus seinem zum Hinterhof gelegenen Büro keinen Ausblick auf den Görlitzer Park. Aus seinem Büro kann man nur auf den tristen Hinterhof schauen, weshalb er wohl zuweilen Leute, die zu ihn kommen wollen, direkt an der Tür pöbelnd begrüsst. Sein Kollege K., mit dem er die Anwaltskanzlei betreibt, ist da wesentlich angenehmer. Zuletzt, so hört man, hat Johny E. von “Sudel-Kai” Schmerzengeld wegen der Veröffentlichung von Fotos erfolgreich eingeklagt. Das Urteil ist angeblich noch nicht rechtskräftig.

2 Kommentare zu „Gravenreuth oder Kai Diekmann? taz.de nun doch platt gemacht – die tageszeitung seit Donnerstag, 23.33 Uhr, nicht mehr online“

  • cecja sagt:

    Gravenreuth hat sich vor 2 Wochen das Leben genommen. Perfekt pietätölos naja was erwartet man.

  • Tilman sagt:

    Ich finde seine Stimme durchaus angenehm. Kann aber auch daran liegen, dass er mich und einige Freunde erfolgreich vor Gericht vertreten hat. Der Satz “direkt an der Tür pöbelnd begrüsst” kann nur Unsinn sein, dann wieso sollte ein Anwalt seine eigenen Mandanten anpöbeln?!

    Kleiner amateurjuristischer Hinweis: Erkennbarkeit kann auch – wie z.B. hier – gegeben sein, obwohl man abgekürzt hat. Es ist nicht so, dass nur weil abgekürzt wurde, man einen “er kann mich nicht verklagen” Joker in der Hand hat.

    [Antwort der Redaktion: Hallo Herr H., danke für die "amateurjuristische" Rechtsberatung. Es kommt nicht auf die Erkennbarkeit an, sondern ob Äußerungen rechtswidrig sind.]

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