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    taz: "respektables Medienmagazin"

Archiv für die 'Ausland' Kategorie

‘Harry Potter’-Autorin plant zwei neue Bücher

Erstellt von AW am 27. Juli 2007

„Eines ist für Kinder, das andere nicht“, sagte die Bestseller-Autorin Joanne Rowling der Zeitung  ‚USA Today’ zu neuen Büchern, an denen sie schreibe. Die Autorin der bisher mit einer Gesamtauflage von 325 Millionen Exemplaren erschienenen sieben Bände von „Harry Potter“, die heute in einer Woche 42 Jahre alt wird, ist seit 1997 unter den Namen Joanne K. Rowling bekannt, da in England alle ihre Bücher unter den Initialien „J.K. Rowing“ erscheinen, weil der Verlag vor ihrem ersten „Harry Potter“-Buch befürchtete, Jungen würden Bücher einer Autorin nicht lesen wollen. Das „K“ hat Joanne Rowling sich von ihrer Großmutter entliehen, die Kathleen hieß. „Ich habe ein Jahr lang zwei Sachen gleichzeitig geschrieben, bevor Harry Überhand gewonnen hat“, sagte die Autorin, deren siebter Band mit dem Titel „Potter and the Deathly Hallows“ in der englischen Originalversion am 21. Juli 2007 in die Buchläden kam.

Die deutsche Version „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ hat der Hamburger Carlsen Verlag für den 27. Oktober 2007 mit einer Startauflage von 1.000.000 Exemplaren angekündigt. Der Carlsen Verlag hat sich die Rechte an allen sieben Bänden bereits im September 1997, keine drei Monate nach erscheinen des ersten Bandes („Harry Potter und der Stein der Weisen“), für den deutschen Sprachraum gesichert. Dabei kam der erste Band in Großbrittanien am 26. Juni 1997 gerade einmal mit einer Auflage von 500 Exemplaren auf den dortigen Markt. Für Furore sorgte seinerzeit jedoch, dass der US-Verlag Scholastic nur drei Tage nach Veröffentlichung die Rechte für den amerikanischen Buchmarkt an dem Erstlingswerk der damals unbedeutenden Joanne Rowling für stolze 100.000 US Dollar erwarb.

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Tod in Moskau - Bertelsmann-Managerin ermordet

Erstellt von AW am 16. Juli 2007

Marina Pisareva ist seit dem letzten Wochenende eine der 300 Medienvertreter, die in den letzten 14 Jahren in Russland ermordet worden sind. Die 47-Jährige, die in ihrem Landhaus unweit von Moskau mit einem Dolch erstochen wurde, war entgegen ersten Meldungen einiger Medien nicht die Vize-Chefin von Bertelsmann in Russland, sondern Produktionsleiterin in der russischen Niederlassung des DirectGroup Verlages Bertelsmann Media  in Moskau, deren 17 Mitarbeiter nach Angaben eines Sprechers der Bertelsmann DirectGroup seit 1992 lediglich „unpolitische Bildbände” produzieren. Daher kommt für den Verlagssprecher ein politischer Hintergrund für die Tat nicht in Frage. Indes ist dies für die Moskauer Polizei nicht ausgeschlossen. Denn nach „vorläufigen Informationen wurde aus dem Haus nichts gestohlen. Die Mordwaffe - ein Sammlerdolch, der dem Opfer gehörte - wurde vom Tatort genommen”, so die Polizei. Laut Schätzungen des Internationalen Journalistenverbandes sind von den 300 Ermordeten mehr als 80 Journalisten wegen ihrer Arbeit umgebracht worden, darunter auch prominente Journalisten wie die Kreml-Kritikerin Anna Politkowskaja, die am Geburtstag des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin, dem 7. Oktober 2006, in ihrem Wohnhaus in Moskau mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet wurde. Ein anderer bekannter ermordeter Medienvertreter war Paul Chlebnikow, Herausgeber der russischen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins ‚Forbes Magazine’. In seinem Buch „Godfather of the Kremlin: The Decline of Russia in the Age of Gangster Capitalism” hatte er den kriminellen Aufstieg einiger russischer Oligarchen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion beschrieben. Vielleicht ist darin das Motiv der bisher zwei unbekannten Attentäter, die ihn am 9. Juli 2004 vor dem Redaktionsgebäude des ‚Forbes Magazine’ in Moskau erschossen, zu finden.

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Victoria Beckham möchte bei Eddie Murphy Hacker werden

Erstellt von AW am 16. Juli 2007

„Ich würde ihm definitiv ins Essen spucken. Ich würde ihm auch seinen Schwanz abhacken.“ Diese netten Worte widmete die 33-jährige ‚Spice Girl’-Frau Victoria Beckham dem Schauspieler Eddie Murphy (46). Victoria Beckham braucht momentan viele Schlagzeilen in den Vereinigten Staaten, um auf ihre heute in den USA anlaufende Show  ‘Victoria Beckham: Coming to America“ aufmerksam zu machen. Der Komiker, bekannt für seine schnelle Sprechweise, war seit Mai 2006 mit  ihrer früheren Bandkollegin, Melanie Brown (‚Mel B’) liiert. Vor drei Monaten kam schließlich die gemeinsame uneheliche Tochter auf die Welt. Der ‚Beverly Hills Cop’-Darsteller stellte seine Vaterschaft medienwirksam in Frage. Trotzdem wurde diese am 11. Juni 2007 durch einen DNA-Test bewiesen.

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George W. Bush verursacht Hysterie

Erstellt von AW am 14. Juli 2007

“There’s Adam Clymer, major league asshole, from the New York Times”, flüsterte George Walker Bush im September 2000 auf einer Pressekonferenz – sein Mikrofon war irrtümlich an. Die Presse hat sich schon an die derben Antworten des 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewöhnt. Ein 13-jähriges Mädchen dagegen reagierte auf die berühmt-berüchtigen Reaktionen von George W. Bush mit einem minutenlangen Weinkrampf.

Während eines Forums in Brecksville (US-Bundesstaat Ohio) begegnete er der Frage der 13-jährigen Jessica Hackerd zur Immigrationspolitik mit einem nichtssagenden  „Yeah, thanks”. Während die 400 Zuhörer  im Saal mit schallendem Gelächter reagierten, begann das Mädchen zu weinen. Die Tränen des Kindes wahren offensichtlich auch für  den Präsidenten so peinlich, dass dieser sich entschuldigte:  „Es ist eine grossartige Frage, ich bin froh, dass du sie gestellt hast“. Trotzdem war sie zunächst weiter hysterisch. Nach der Konferenz bat der US-Präsident das Mädchen und deren Familie hinter die Bühne. Anschließend gab Jessica, wie in solchen Fällen in den USA üblich, Interviews.

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Günter Wallraff möchte mit “Die Satanischen Verse” in Moschee

Erstellt von AW am 10. Juli 2007

Der Dialogbeauftrage der Türkisch-Islamischen Anstalt für Religion (DITIB), Bekir Alboga, hatte erklärt, die islamische Gemeinde in Köln wolle sich öffnen und in die Moschee zu kulturellen Veranstaltungen einladen. Der Journalist Günter Wallraff (65), der in der türkischen Community wegen seines 1985 veröffentlichten Enthüllungsbuchs ‚Ganz unten’ populär ist, möchte die islamische Religionsgesellschaft in Köln-Ehrenfeld beim Wort nehmen und will in der neuen Moschee, die allerdings noch gar nicht gebaut ist, aus dem 1988 erschienenen Roman „Die Satanischen Verse“ von Salman Rushdie vorlesen.

Günter Wallraff, der wegen seines investigativen Recherchestils bekannt und deswegen sogar mit dem Verb „wallraffa“ in die schwedische Sprache eingegangen ist, hatte den lange Zeit von der durch Ajatollah Chomeini verhängten Fatwa bedrohten Schriftsteller Salman Rushdie versteckt. Aufgrund der massiven Drohungen und Taten, so wurden im Ausland Anschläge auf Übersetzer und Verleger des Buches „Die Satanischen Verse“ verübt, traute sich kein deutscher Verlag das Buch in der Bundesrepublik Deuschland zu veröffentlichen. Um den Roman doch noch in die deutschen Buchläden zu bekommen, wurde in Anlehnung auf Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen der „Artikel 19“-Verlag von Günter Wallraff und anderen bekannten Gesellschaftern wie Norbert Blüm, Günter Grass und Gerhard Schröder gegründet.

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