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Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Mediengeiler Mörder

Erstellt von AW am 31. Mai 2007

Sie hatten ihr Leben noch vor sich, aber Betty Lou Jensen (16) und ihr 17-jähriger Freund David Faraday waren die ersten Opfer einer Mordserie, die am 20. Dezember 1968 begann. Der geltungssüchtige Täter, der sich nach einem Tierkreiszeichen ”Zodiac” nannte, mordete Ende der 60er Jahre auf einsamen Plätzen in der San Francisco Bay Area- vorzugsweise junge Pärchen.  Laut der Strafverfolgungsbehörde soll sein letztes Opfer der Taxifahrer Paul Stine gewesen sein, den “Zodiac” am 11. Oktober 1969 erschoss. Der irre Täter schickte Teile des blutigen T-Shirts des ermordeten Taxifahrers zur Polizei.

Während die Ermittlungsbehörden von fünf Morden und zwei Schwerverletzten ausgehen, brüstete sich der mediengeile Killer in detailreichen Briefen an Zeitungen und Fernsehsendern mit insgesamt 37 Morden. Zuletzt wandte sich der bis heute nicht enttarnte Täter im Jahre 1978 mit seinem 26. und letzten Brief an die Medien.

Es gab mehr als 2500 tatverdächtige Personen. Aber am Schluss konzentrierte sich alles auf Arthur Leigh Allen, einen verurteilten Pädophilen. Die Polizei durchsuchte 1972 die Wohnung des damals 39-jährigen Arthur Leigh Allen. Jedoch verlief ein Abgleich seiner Handschrift und seiner Fingerabdrücke mit den sichergestellten bizzaren Briefen des Killers negativ. Auch ein nach seinem Tod im Jahre 1992 durchgeführter DNA-Test konnte keine Identität zwischen Allen und dem Mörder untermauern.

Der heutige amerikanische Bestsellerautor Robert Graysmith war zum Auftakt der unheimlichen Mordserie, 1968, Praktikant bei der Zeitung “San Francisco Chronicle”, wo viele Briefe von “Zodiac” eingingen. Die bizzaren Briefe enthielten Anleitungen zum Bau von Bomben, auch Symbole und mittelalterliche Zeichen, deren Bedeutung für den Fall es zu dechiffrieren galt - was jedoch nicht vollständig gelang. Robert Graysmith gibt in Interviews zu, Arthur Leigh Allen wie einen Besessenen als Tatverdächtigen verfolgt zu haben. Mit dieser Obsession und dem Fall “Zodiac” beschäftigt sich der Kinofilm ‘Zodiac – Die Spur des Killers’ von Star-Regisseur David Fincher (’Seven’), der ab heute (31.05.2007 ) in den deutschen Kinos anläuft. Wenig Handlung, viel Gerede.

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Spezialeinheit “GSG 9″ setzt sich durch

Erstellt von AW am 31. Mai 2007

Starker Auftritt für die Spezialeinheit „GSG 9“: Die Krimiserie, von der Sat.1 am Mittwochabend gleich zwei Folgen am Stück zeigte, holte die höchsten Marktanteile seit dem Sendestart am 8. März. Die Folge „Paradies“, die Sat.1 um 20.15 Uhr ausstrahlte, sahen 2,73 Millionen Zuschauer (ab 3 Jahre, Marktanteil 9,7 Prozent). Beim werberelevanten Publikum der 14- bis 49-Jährigen erzielte sie einen Marktanteil von 12,7 Prozent. Die Folge „Ich, der Feind“, um 21.15 Uhr ausgestrahlt, begeisterte noch mehr Krimifans: 3,01 Millionen Zuschauer (ab 3 Jahre, Marktanteil 10,6 Prozent) sahen Marc Ben Puch, Bülent Sharif & Co. bei ihrem zweiten Einsatz des Abends. Der Marktanteil beim jungen Publikum betrug 13,1 Prozent.

Auch am kommenden Mittwoch (6. Juni) zeigt Sat.1 wieder zwei Folgen von „GSG 9“. Danach geht die Serie in die Sommerpause. Die zweite Staffel von „GSG 9“ dreht Sat.1 bereits ab Juni. Die Serie ist zweifach nominiert für den Fernsehpreis von Monte Carlo, außerdem für den Deutschen Kamerapreis.

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Promi-Arzt ein Erpresser?

Erstellt von AW am 25. Mai 2007

Die Staatsanwaltschaft Essen hat wegen des Verdachts der Erpressung und Vorteilsnahme ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den weltbekannten Mediziner Professor Christoph Erich Broelsch vom Universitätsklinikum Essen eingeleitet. Broelsch ist Direktor der dortigen Transplantationsklinik. Der Starchirurg, dem auch “eine goldene Hand” nachgesagt wird, ist auch als Promiarzt bekannt. Unter anderem war er jahrelang der Leibarzt des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau.

Durch den Fall einer 67-jährigen Leberkrebspatientin aus Bocholt, die mehrmals nach einem Transplantionstermin gefragt haben soll, kamen die Ermittlungen letzte Woche ins Rollen. Viermal sei ihr trotz großer Beschwerden ein Transplationstermin durch die Uniklinik Essen verwehrt worden. Angeblich wäre die 67-Jährige Patientin sofort operiert worden, wenn sie 5000 Euro an die Uniklinik Essen “gespendet” hätte. Die Patientin hatte dies abgelehnt und wurde inzwischen in Münster erfolgreich operiert.

Der Staatsanwaltschaft Essen liegen Dokumente vor, wonach das von dem international renommierten Leberkrebsspezialisten Broelsch geleitete Transplantationszentrum der Uniklinik Essen eine Krebspatientin wegen angeblichen Bettenmangels dreimal abgewiesen haben soll. Erst als sie eine “Spende” an die Uniklinik geleistet habe, sei sie operiert worden.

Indes wies Professor Broelsch den Vorwurf der Erpressung und Vorteilsnahme weit von sich. Vielmehr habe er auf sein Honorar verzichtet. Denn Kassenpatienten stünde eine Chefarztbehandlung nicht zu. Er habe lediglich Kassenpatienten angeboten sie statt gegen ein zusätzliches Honorar für die Chefarztbehandlung gegen eine Spende für Forschungen der Uniklinik Essen auf dem Gebiet der Lebertransplantation persönlich zu operieren. Allerdings sind der Strafverfolgungsbehörde auch Fälle bekannt, wo sogar “Spenden” in Höhe von 10000 Euro auf das Klinikkonto eingegangen sein sollen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen Verstoßes gegen das Transplantationsgesetz, weil der Professor gemeinsam mit einem Oberarzt, an der gesetzlichen Warteliste vorbei, versuchte einer 46-jährigen Griechin für 60000 Euro eine Leber gegen Geld zu transplantieren. Allerdings starb die Patientin bevor die Leber hätte transplantiert werden können.

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Seine Scheinheiligkeit Horst Söder

Erstellt von AW am 24. Mai 2007

Noch im Januar 2007 diskutierte der Generalsekretär der bayrischen Volkspartei CSU bei ‘Sabine Christiansen’ das Thema “Wie scheinheilig ist eigentlich die Politik?”. Besser wohl wäre die Frage gewesen “wie scheinheilig ist Markus Söder?”. Denn jetzt kam heraus, der Ziehsohn von Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber hat seit 1998 ein uneheliches Kind, um welches er sich laut Aussage seiner jahrelangen Geliebten Sonja B. (heute 39), in keiner Weise kümmern soll.

 In der ‘BUNTE’ warf sie ihm vor, er besuche die gemeinsame Tochter Gloria nur alle paar Monate, obwohl sie nur 20 Minuten voneinander entfernt wohnen würden. Das Kind leide unter dieser Situation. Zudem warf die Mutter den christsozialen Politiker vor, er habe sie nur wegen ihrer bescheidenen Vermögensverhältnisse nicht geehelicht. Söder lebt heute mit seiner Frau, der Tochter eines Bauunternehmers, und seinen ehelichen Kindern in einer Villa in Nürnberg.

Noch vor einigen Monaten hatte sich der CSU-Politiker Söder über den Ehebruch des Bundesministers Horst Seehofer - der Edmund Stoiber als CSU-Chef beerben möchte - chauffiert. Dessen Geliebte hat inzwischen in Berlin ebenfalls eine uneheliche Tochter zur Welt gebracht.

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G8-Gegner karrikieren BILD

Erstellt von AW am 23. Mai 2007

„Ein politischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden“, so ein Polizeisprecher zum Brandanschlag auf den Privatwagen des Chefredakteurs der ‘BILD’-Zeitung, Kai Diekmann, im Hamburger Stadtteil Harvestehude. Ein Zusammenhang mit dem anstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm ist laut Polizeikreisen wahrscheinlich. Inzwischen ist ein Bekennerschreiben einer Gruppe “Militante Kampagne kämpft für Sie” - offensichtlich in Anspielung auf den “BILD”-Slogan - bei der Nachrichtenagentur dpa eingegangen.

In dem Schreiben wird auf die bundesweiten Razzien im Auftrag der Bundesanwaltschaft Bezug genommen. Am 9. Mai 2007 hatten 900 Polizeibeamte insgesamt 40 Wohnungen, Büros oder Treffpunkte der linken Szene in Berlin, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg durchsucht. Die Gruppe ist dem Verfassungsschutz bereits seit Juni 2005 durch 20 Brandanschläge auf Gebäuden oder Fahrzeugen bekannt, wobei sie bislang unter den Namen „militante gruppe“ (mg) auftrat.

Der Wagen von Kai Diekmann, der in Hamburg-Harvestehude zusammen mit seiner Frau und drei Kindern lebt, war in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 02.43 Uhr von bisher unbekannten Tätern angezündet worden. Der hintere Teil des PKW brannte völlig aus.  Chefredakteur Diekmann wurde erst durch die Sirenen der herannahenden Einsatzfahrzeuge geweckt.

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