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Madeleine McCann: Die Medieninszenierung der britischen Regierung

Erstellt von AW am 7. September 2007

Der Papst und etliche international bekannte Politiker – wie der spanische Innenminister oder Berlins regierender Bürgermeister Wowereit – sind mit Hilfe eines ranghohen PR-Managers der britischen Regierung weltweit vorgeführt worden, sollte sich der Verdacht gegen die Elten von Madeleine McCann bewahrheiten. Oder anders gesagt: Das Vereinigte Königreich auf der Insel wäre bis auf die Knochen blamiert. Bereits vor über drei Monaten berichtete Medienhure – Das Medienmagazin über die Verwicklungen der britischen Regierung in dem Fall Madeleine, damals noch in der Annahme, Madeleine McCann sei entführt worden. Nun sieht es so aus, dass die gestressten Eltern ihr damals dreijähriges Kind mit Tabletten ruhigstellen wollten, um den Abend gemütlich verbringen zu können. Dabei, so vermuten Experten, habe die Mutter dem Kind versehentlich eine Überdosis verabreicht.

Sollte sich diese Theorie bewahrheiten, dann hätte die Regierung ihrer Majestät ein ernsthaftes Erklärungsproblem. Denn die gigantische PR-Maschinerie der Eltern von Madeleine McCann wurde in den ersten Wochen von Clarence Mitchell koordiniert. Mitchell ist nicht etwa Chef einer kleinen PR-Agentur in einem Londoner Hinterhof, die die Eltern gebucht haben könnten, sondern Direktor einer Abteilung des Central Office of Information (COI), - übersetzt ins deutsche - der Propagandastab der britischen Regierung, Das COI ist stolz auf seine exzellente Marketingkompetenz – wie man der Startseite des COI im Internet entnehmen kann. Die britische Regierung hatte Clarence Mitchell für die Eltern von Madeleine als Berater quasi abkommandiert. Erst als sich das Blatt zu wenden schien und die Zweifel immer lauter und lauter worden, zog die Regierung ihren PR-Mann als persönlichen Berater für die Eltern von Madeleine McCann ab.

Aber bis dahin hatte Clarence Mitchell beste PR-Arbeit im Sinne der Elten der kleinen Madeleine geleistet. Zahlreiche Prominente wie David Beckham wurden in die gigantische PR-Maschinerie eingespannt. Aber nicht nur bei Prominenten aus Sport und Showbiz konnten Kate und Gerry McCann dank der tatkräftigen Unterstützung des amtlichen britischen Presseamts punkten. Clarence Mitchell und die diplomatischen Auslandsvertretungen von Großbritannien organsierten auch Treffen der Eltern mit ranghohen Politikern, dies reichte von einem gemeinsamen Fototermin mit dem spanischen Innenminister und gipfelte in einer persönlichen Audienz beim Papst.

Alles koordiniert durch Clarence Mitchell von der britischen Regierung. Aber nicht nur die Mächtigen der Welt sind mit Hilfe der britischen Regierung vorgeführt worden, danach entwickelte sich eine Eigendynamik, so dass selbst Unternehmen wie McDonald’s auf den Werbefeldzug der Eltern der kleinen Madeleine aufsprangen und Poster der vermissten Madeleine abdruckten. Dank der Mega-Medienkampagne konnte jeder Zweifel schnell mit einem künstlichen Sturm der emotionalen Entrüstung im Keim erstickt werden, so wurde eine Reporterin des Hessischen Rundfunks, die die von der britischen Regierung gepushten Eltern auf einer in Berlin stattfindenden Pressekonferenz im Juni 2007 nach einer möglichen Verstrickung fragte, durch britische Medien für ihre „grausame Frage“ als „verachtenswürdig“ (Daily Mirror) gegeißelt. Das die Pressekonferenz nicht irgendwo, sondern selbstverständlich im Bundespresseamt der deutschen Bundesregierung stattfand, braucht wegen der Unterstützung durch die britische Regierung nicht extra erwähnt werden.

Jeder hat das Recht auf die Unschuldsvermutung. Aber die Allgemeinheit hat auch ein Recht auf objektive Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden. Wie kann man von der Polizei unter einen derart aufgebauten medialen Druck noch erwarten, in eine andere Richtung zu ermitteln? Erst seit gesten werden Kate und Gerry McCann zum ersten Mal getrennt voneinander verhört. In jedem gleichgelagerten Fall wäre dies sofort geschehen. Aufgrund des von der britischen Regierung anfänglich verursachten medialen Drucks, müssen doch die heutigen Erkenntnisse wie eine schallende Ohrfeige für Clarence Mitchell vom Presseamt der britischen Regierung wirken.Ob in Deutschland vor 20 Jahren auch der damalige Regierungssprecher der Bundesregierung, Peter Boenisch, auf die Idee gekommen wäre, eine PR-Schlacht für „Mutter Weimar“ zu inszenieren, man weiß es nicht. Wohl eher nicht. Und die britische Regierung wird es sich beim nächsten Mal, wohl gründlicher überlegen. Denn durch die aktive Unterstützung der Regierung konnten die Eltern von Madeleine McCann nicht nur monatelang einen Heiligenschein, der ihnen jegliche moralische Immunität verlieh, tragen, sondern darüber hinaus Spendengelder in Millionenhöhe einsammeln.

Auch wenn sich der Fall Madeleine als ein Unfall herausstellen sollte und die Eltern aus Imagegründen, weniger aus Angst vor einer Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung, die Leiche der kleinen Madeleine ins Meer geworfen haben sollten, wird ein fader Beigeschmack immer haften bleiben. Alle Eltern, deren Kinder wirklich entführt worden sind oder in Zukunft entführt werden, sind Opfer dieser Medieninszenierung. Man wird sich immer dieses Falles zurückerinnern. Denn wer möchte schon ein zweites Mal betrogen werden?

©2007 by Anatol Wiecki, Medienhure - Das Medienmagazin: www.Medienhure.de

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TV-Luftkrieg über Phoenix: Autodieb droht Mordanklage?

Erstellt von AW am 28. Juli 2007

Helikopter der beiden lokalen Fernsehsender KNXV und KTVK in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona), die eine Verfolgungsfahrt der örtlichen Polizei live für die Nachrichtensendung filmten, sind in der Nacht von Freitag auf Samstag (Ortszeit Phoenix: Freitag, 13.15 Uhr) in der Luft kollidiert. Bei der Explosion der beiden Hubschrauber kamen die Reporter Craig Smith und Scott Bowerbank sowie die Kameraleute Jim Cox und Rick Krolak ums Leben. Die in einem Park vor einer Kirche zwischen der Indian School Road und der Central Avenue zerschellten Wracks wurden sodann von einem Helikopter, der für die amerikanische Sendergruppe FOX im Einsatz war, live im Fernsehen übertragen.

Die Fernsehteams hatten eine Verfolgungsfahrt des Phoenix Police Departments aus der Luft live zu ihren Redaktionen übertragen. Mehrere Streifenwagen des Phoenix Police Department hatten zunächst einen Lieferwagen verfolgt, dessen Fahrer mehrere Rotampeln mißachtete. Als der Wagen vermutlich aus technischen Gründen zum liegen kam, sprang der Verdächtige aus dem Fahrzeug und raubte ein anderes Auto. Die volle Konzentration der beiden Piloten der abgestürzten Maschinen, die zugleich auch die Reporter gewesen sind, waren auf diese sich am Boden abspielenden Szenen gerichtet, so dass sie den unvermeintlichen Crash, wie die Auswertung der letzten Funksprüche ergeben hat, zu spät vorhersahen.

Rick Krolak arbeitete seit 9 Jahren für den zur ABC-Gruppe gehörenden Fernsehsender KNXV. Craigh Smith war erst seit September 2005 für den Regionalsender tätig. Der zweite an dem tödlichem Crash beteiligte Helikopter gehörte den unabhängigen Fernsehsender KTVK, der von dem Reporter Scot Bowerbank gesteuert wurde. Mit ihm starb sein Kameramann Jim Cox. Zuletzt sind 1984 in Japan und 1994 in den USA bei Crashs mit Helikoptern von Fernsehsendern untereinander insgesamt sechs Menschen getötet worden.

Um die mehr als 3,7 Millionen Einwohner im Großraum Phoenix buhlen etliche lokale und überregionale Fernsehsender. Allein in der Stadt Phoenix leben mit 1.725.000 Menschen mehr als 1,55% der gesamten US-Bevölkerung. Damit steht die Hauptstadt von Arizona an 13. Stelle der größten werberelevanten Metropolen in den USA.

Indes konnte der flüchtige Verdächtige als der mehrfach Vorbestrafte Christopher J. Jones identifiziert werden. Jones, der auf Bewährung war, verbarrakadierte sich in seinem Haus. Ein SWAT (Special Weapons and Tactics)-Einsatzkommando des Phoenix Police Department konnte Christopher J. Jones festnehmen, zuvor war er jedoch von einem Polizeihund gebissen worden. Polizeichef Jack Harris möchte den Autodieb nun auch für den Tod der vier TV-Mitarbeiter verantwortlich machen und erwägt eine Anklage wegen Kapitalverbrechens in vier Fällen.

In den USA ist es durchaus nicht unüblich das in Ermangelung eigener Hubschrauber Polizeidienststellen Fernsehsender mit eigenen Helikoptern um Unterstützung bitten. Insofern ist eine Anklage wegen des Todes der Journalisten rechtlich nicht aus der Luft geholt. Auch in Deutschland können flüchtige Straftäter für Schäden und Verletzungen unter gewissen Umständen zivil- und strafrechtlich belangt werden, sofern dies im direkten Zusammenhang mit ihrer Flucht steht.

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Doping? EPO? Jan Ullrich sucht Medium

Erstellt von AW am 11. Juli 2007

Jan Ullrich, der im Februar 2007 seine internationale Radsportkarriere für beendet erklärt hat, ist „zur Zeit auf der Suche nach dem richtigen Medium”. Mit Hilfe des Mediums erhofft sich der unter Dopingverdacht stehende Sportler nicht etwa Kontakt zu Außerirdischen. Vielmehr sucht er ein Medium, das seine „Meinung unverfälscht weitergibt“, wie der ehemalige ‚Tour de France’-Gewinner auf seiner Homepage mitteilt. Dort dementiert der 33-Jährige auch gleich einige Passagen eines gestern in der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ veröffentlichten Interviews. Seine Aussagen gegenüber dem französischen Reporter Philippe Le Gars vor mehreren Wochen seien falsch übersetzt worden. So ein Pech aber auch: Einmal geredet, und dann auch noch falsch verstanden worden.

Den Satz “Ich bin niemandem etwas schuldig und habe genug Geld, um gut bis ans Ende meiner Tage zu leben”, habe Jan Ullrich, der wegen seiner angeblichen Verwicklung in den Dopingskandal kurz vor Ende der ‘Tour de France’ 2006 vom T-Mobile Team fristlos gekündigt wurde, weder so gesagt noch so gemeint. Vielmehr habe er dem Reporter der ‚L’Equipe’ gesagt: „Meine Aussage war, dass ich niemandem etwas schulde und unabhängig von Sponsoren, Medien und Verbänden bin. Von Geld - oder dass ich genug davon habe - war nie die Rede.” Zudem habe Jan Ullrich nicht gewusst, dass das interview gerade während der ‚Tour de France’ abgedruckt werden sollte.

Der einstige Radprofi Jan Ullrich nutzt seine Internetseite häufig für Gegendarstellungen. Erst vor knapp einem Monat dementierte er Medienberichte, in denen zu lesen war, er habe die Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen wollen. So soll nicht sein Manager,  Wolfgang Strohband, die Initiative gegenüber dem Bundeskanzleramt ergriffen haben, sondern ein Bekannter des Sportlers. Tatsächlich hatte ein befreundeter Geschäftsmann vom Bodensee im Alleingang vergeblich versucht, ein Treffen zwischen der deutschen Regierungschefin und dem unter Dopingverdacht stehenden Jan Ullrich zu arrangieren.

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NRW-Bildungsscheck: Nordrhein-Westfalen fördert nicht nur Medienberufe

Erstellt von AW am 2. Juli 2007

Der NRW-Bildungsscheck, den das Land Nordrhein-Westfalen im Januar 2006 eingeführt hat, um die Weiterbildung von Arbeitnehmern und Selbständigen zu fördern, ist beliebter denn je. Während die Nachfrage anfänglich zu wünschen übrig ließ, ist der Andrang mittlerweile so groß, dass die Maximalförderung des mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds der EU und des Landes NRW finanzierten Bildungsschecks seit dem 1.6.2007 auf 500 Euro begrenzt ist. Bildungsschecks, die von einen der rund 200 Beratungsstellen im Land Nordrhein-Westfalen bis Ende Mai 2007 ausgestellt worden, gewähren sogar noch einen Zuschuss von 750 Euro. Den NRW-Bildungsscheck können sogar die Einwohner anderer Bundesländer nutzen, wenn sie bei einem kleineren oder mittelgroßen Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen beschäftigt sind und die Firma direkt den Bildungsscheck für den Arbeitnehmer beantragt. Ein gemeldeter Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen ist also nur dann notwendig, wenn man den Bildungsscheck persönlich beantragen möchte. Ein Anrecht auf einen Bildungsscheck haben sogar geringfügig Beschäftigte, Mini-Jobber und Beschäftigte mit Zeitvertrag. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man sich gerade in Mutterschaftsurlaub oder Elternzeit befindet. Wem aus irgendeinem Grunde der Verlust des Arbeitsplatzes droht, gerade wenn er schon gekündigt ist oder gekündigt hat, sollte noch schleunigst eine der autorisierten Beratungsstellen aufsuchen. Der Bildungsscheck hat zwar eine begrenzte Gültigkeit, muss aber nicht sofort eingelöst werden.

Mit dem NRW-Bildungsscheck können Berufstätige aus Nordrhein-Westfalen nicht nur Präsenzlehrgänge belegen, sondern auch Fernkurse, die dem Fernunterrichtsschutzgesetz unterliegen. Sogar für E-Learning-Kurse kann man sich anmelden. Voraussetzung für die Vergabe des Bildungsschecks ist jedoch, dass es sich bei der geförderten Weiterbildung, um eine beruflich orientierte Fortbildung handelt. Dabei ist der Spielraum offensichtlich sehr groß, so wurden in 2006 mit 20 Millionen Euro Steuergeldern nicht nur Sprachkurse, sondern auch Rhetorikkurse bezuschusst, selbst Seminare für angehende PR-Berater fördert das Bundesland NRW mit dem Bildungsscheck, insbesondere die Angebote der beruflichen Weiterbildung., sprich  Bildungsangebote, die Fachwissen und fachübergreifende Kompetenzen vermitteln. Dies können beispielsweise neben Kursen für Medienbeherrschung und Motivation genauso gut, Sprachkurse oder Seminare, die mathematisch-naturwissenschaftliche Grundkompetenzen und soziale Kompetenzen vermitteln, sein. Oder kurz gesagt, es wird fast alles gefördert – mit Ausnahme von arbeitsplatzbezogenen Anpassungsqualifizierungen oder Angebote, die der Erholung, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung oder der sportlichen Betätigung dienen. Trotzdem kann man sich mit dem Bildungsscheck NRW sogar den Urlaub bis zu 50% sponsern lassen, sofern es sich um einen Weiterbildungsurlaub im Sinne des Arbeitnehmerweiterbildungsgesetzes handelt.

Beanspruchen können den Bildungsscheck NRW Berufstätige, die im Land Nordrhein-Westfalen wohnen, wenn sie bei einem Unternehmen mit höchstens 250 Mitarbeitern beschäftigt sind und in den letzten zwei Jahren an keiner nach den Richtlinien für den NRW-Bildungsscheck förderungsfähigen betrieblich veranlassten Weiterbildung teilgenommen haben. Selbst Selbständige können in den ersten fünf Jahren nach Existenzgründung den Bildungsscheck beantragen. Näheres erfährt man bei einer der rund 200 Beratungsstellen, die meistens bei den Handelskammern und kommunalen Wirtschaftsförderungen oder bei einer der in Nordrhein-Westfalen zahlreichen Volkshochschulen, angesiedelt sind. Bevor man einer der vielen Beratungsstellen aufsucht, sollte man sich überlegen, welches Seminar bei welcher Bildungseinrichtung man mit dem Bildungsscheck nutzen möchte. Denn der Bildungsscheck wird gleich mit einer verbindlichen Vorgabe von drei Bildungsinstituten ausgestellt. Dies bedeutet, der Bildungsscheck kann auch nur in einen dieser drei Einrichtungen eingelöst werden.

Bei der Auswahl des Seminars, egal ob Sprachkurs oder eine andere Fortbildung, sollte stets bedacht werden, dass diese bundesweit einmalige Förderung zum einen nur einmal in zwei Jahren in gewährt wird und zum anderen, sollte auch die seit dem 1.6.2007 geltende Höchstbegrenzung von 500 Euro eine Rolle spielen. Nutzen Sie also den NRW-Bildungsscheck nicht für einen Volkshochschulkurs, der vielleicht nur 40 Euro kostet. Denn daran beteiligt sich der Staat ebenfalls nur zur Hälfte. Setzen Sie den Bildungsscheck besser beispielsweise für einen schon lange ersehnten Sprachkurs ein, den sie vielleicht aus Kostengründen bisher gemieden haben. Bei der Auswahl des Anbieters sind gar nicht so viele Grenzen gesetzt. Wenn das wichtigste Kriterium für den Erhalt des Bildungsschecks erfüllt ist, nämlich dass die Fortbildung nachweislich einen beruflichen Nutzen hat,  kann man seinen Bildungsscheck sogar für Kurse außerhalb des Landes NRW einlösen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat unter der Hotline 01803-100118 einen Telefonservice zum Bildungsscheck eingerichtet. Dort bekommt man montags bis freitags, zwischen 8 und 18 Uhr, persönliche Informationen zum Bildungsscheck NRW.

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Belgien: Politikerin nimmt den Mund zu voll?

Erstellt von AW am 31. Mai 2007

Versprochen und gebrochen? Was von Versprechungen deutscher Politiker zu halten ist, ist bekannt. Aber gilt dies auch für Belgien? Ob auch in Belgien der Mund zu vollgenommen wird, wird sich am 10. Juni 2007 zeigen. Die 24-jährige Studentin und Spitzenpolitikerin Tania Derveaux hat für den Einzug ihrer “NEE-Partei” 40000 Blowjobs für ihre Wähler versprochen. Wer Nutznießer dieses Versprechens werden möchte, soll sich auf der Homepage der “NEE-Partei” registrieren. Ob sich dieses Angebot auch an Wählerinnen richtet, war bei Redaktionsschluss noch ungeklärt.

Die “NEE-Partei” sieht sich als Protestbewegung. Denn in Belgien herrscht Wahlpflicht. Mit der Kandidatur der “NEE-Partei” haben die Wählerinnen und Wähler nun erstmalig eine Chance den anderen Parteien die Rote Karte zu zeigen, so eine Sprecherin der “NEE-Partei”, deren Kern aus den sechs Gründungsmitgliedern besteht.

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