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    taz: "respektables Medienmagazin"

Archiv für Juni, 2007

Schönheitskur statt Knast - Paris Hilton nach 23 Tagen erholt

Erstellt von AW am 27. Juni 2007

Die meisten Nachbarn in der King’s Road hassen Paris Hilton. Seit ihrer Freilassung hat die Polizei von Los Angeles ganze Straßenblöcke abgesperrt, die Bewohner der Millionärsvillen brauchen jetzt ewig, um ihn ihr bescheidenes zu Hause zu gelangen. Alles nur wegen der Partymaus, auf die eine Horde von Presseleuten und Paparazzis gleichermaßen lauert. Haben sich ihre Nachbarn erst einmal nach Hause durchgekämpft, raubt ihnen das rattern der Hubschrauber den letzten Schlaf, wovon Paris Hilton in den letzten Tagen mehr als genug hatte. Die 23 Tage Gefängnisaufenthalt sollen auf ihr wie eine Schönheitskur gewirkt haben.

Schließlich war sonst kaum eine Nacht ohne Alkoholrausch und womöglich anderen Partydrogen vergangen, nun auf einmal konnte sich ihr Körper gleich ganze 23 Tage von ihrem exzessiven Lebensstil erholen. Und vor allem, kein Mc Donald’s, sondern gesunde Gefängniskost. Alles gut für den Körper!

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Medienkonzern ProSiebenSat.1 Media AG auf Europakurs

Erstellt von AW am 27. Juni 2007

Keine Überrachung ist der hundertprozentige Kauf der Sendergruppe SBS durch die ProSiebenSat.1 Media AG, durch den der Münchner Medienkonzern zu einem pan-europäischen Anbieter auf Platz 2 in der Europäischen Union aufrückt. Durch die Transaktion wird der Medienkonzern künftig 77 Millionen Menschen erreichen können, 19 Free-TV- und 20 Pay-TV-Sender sowie 24 Radiosender in 13 Staaten gehören unter anderem zur neuen Gruppe. Die neue Mediengruppe will nicht nur in neue TV-Kanäle, sondern ebenso in Internetinhalte investieren.

“Wir werden eine größere kritische Masse erreichen und dadurch in der Lage sein, in einem europäischen Netzwerk mehr qualitativ hochwertiges Programm zu produzieren”, begrüßte Pro Sieben Sat 1-Chef Guillaume de Posch den Neuerwerb. Die Senderkette, die vorwiegend in den Beneluxländern, in Skandinavien und in Osteuropa aktiv ist, war dem Medienkonzern aus München 3,3 Milliarden Euro wert. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörde kommt der Vertrag im Juli unter Dach und Fach.

Da die Anteile von Medienmogul Haim Saban an der ProSiebenSat.1 Media AG erst vor einigen Monaten durch die Private Equity-Unternehmen Permira (London) und Kohlberg Kravis Roberts & Co./KKR (New York) übernommen worden waren, war schon lange mit dem Zukauf zu rechnen. Denn die in Luxemburg ansässige Senderkette SBS Broadcasting Group gehört ebenfalls den Finanzinvestoren Permira und KKR. Der Firmenausbau könnte der ProSiebenSat.1 Media AG ab 2008 die niederländische Telegraaf Media Groep N.V., die 20 Prozent an der SBS Broadcasting Group hielt, als neuen Aktionär bescheren.

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Stefan Raab war SPIEGEL-Redakteur - dank Visitenkarte

Erstellt von AW am 27. Juni 2007

In Wien meinte eine Redakteurin des deutschen Nachrichtenmagazins ‘DER SPIEGEL’, genüge es eine Vistitenkarte des Nachrichtenmagazins vorzuweisen. Auch Stefan Raab wußte dies für sich zu nutzen. Der ’TV total’-Moderator verschaffte sich 2000 Zutritt zum Institut für Rechtsmedizin der Universität zu Köln und gab sich dort als Reporter des ‘SPIEGEL’ aus - er hatte auf dem Bürgersteig der Kölner Gerichtsmedizin kurz zuvor eine Visitenkarte gefunden, die ein unachtsamer ‘SPIEGEL’-Reporter wohl verloren hatte.

Damals gaben sich die Medienvertreter bei der Rechtsmedizin die Klinke in die Hand, weil der damals designierte Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft, Christoph Daum, sein Haar dort gelassen hatte, um seine angebliche Unschuld in Sachen Koksvorwürfen zu beweisen. Stefan Raab wollte ebenfalls einen DNA-Test mittels Haarprobe bei der Gerichtsmedizin in Köln machen. Weil der Entertainer zu wenig brauchbare Kopfhaare hatte, mussten - wie Medienhure - Das Medienmagazin aus gut informierten Kreisen erfahren konnte - seine Schamhaare herhalten. Die Resultate von Raab sind bis heute geheim!

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Polizeiskandal in Österreich: SPIEGEL-Redakteurin wurde wie alle anderen behandelt

Erstellt von AW am 27. Juni 2007

“”Spiegel”-Korrespondentin in Wien gefesselt und verhaftet” oder “Polizisten-Gewalt gegen Journalistin”, vermeldeten österreichische Medien. Was war passiert? Marion Kraske, Österreich-Korrespondentin des deutschen Nachrichtenmagazins ‘DER SPIEGEL’ war vor zwei Wochen in der Hauptstadt der Alpenrepublik mit ihrem Fahrrad unterwegs und überfuhr in der Wiener Leopoldstadt ein Rotlichtsignal. “Plötzlich hielten mich zwei Polizisten auf, wollten sieben Euro Strafgeld kassieren”, berichtet die Journalistin dem Magazin ‘Österreich’ voller erstaunen. Schließlich hätte sie weder Geld noch Papiere bei sich gehabt, aber immerhin eine Visititenkarte vom SPIEGEL.

Obwohl die Korrespondentin doch sich mittels einer Visitenkarte wie einst Stefan Raab als Mitarbeiterin des SPIEGEL ausgeben konnte, wollten die unverschämten Gesetzeshütter die Reporterin wie jeden anderen Bürger, der eine Ordnungswidrigkeit verwirklicht und sich nicht ausweisen kann, behandeln. Sie wollten die seit 3 Jahren in Wien für das Nachrichtenmagazin arbeitende Berichterstatterin doch tatsächlich auf die Polizeiwache in der Pappenheimgasse bringen. Ausgestattet mit einer Visitenkarte des ‘SPIEGEL’ hatte die Journalistin, die über eine Rotlichtampel fuhr, dies natürlich nicht nötig und wollte wegen dieser “Lapalie”, wie sie die Ordnungswidrigkeit in einem Interview nennt, nicht mitkommen. Kraske wehrte sich dagegen, dabei soll es zu einem Gerangel gekommen sein. Nun sagen die Polizisten, die Journalistin habe die Beamten geohrfeigt, weswegen ihr Handschellen angelegt worden seien. Schließlich habe sie sich “wie eine Schwerverbrecherin” auf dem Kommissariat wiedergefunden, sagte Karaske, die nun angeblich wegen der Sache vor Gericht ziehen will.

Gerhard Spörl, Ressortchef Ausland beim SPIEGEL, bezeichnete den Vorfall österreichischen Medien zufolge als einen, “den man in einem mitteleuropäischen Land nicht erwarten würde.”, das deutsche Nachrichtenmagazin habe sich inzwischen bei Innenminister Günther Platter (ÖVP) und dem Wiener Polizeipräsidenten beschwert. Die deutsche Botschaft habe bereits eine Protestnote an Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) gerichtet.

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Direktwahl des Bundespräsidenten: Letzte ‘Sabine Christiansen’-Talkshow heizt Debatte an

Erstellt von AW am 26. Juni 2007

Die am Sonntag letztmalig ausgestrahlte Polit-Talkshow Sabine Christiansen’ wird vielleicht sogar Verfassungsgeschichte schreiben. Denn einziger und letzter Gast war niemand anders als das deutsche Staatsoberhaupt Horst Köhler. Der Bundespräsident heizte dort die schon Jahren geführte Debatte um mehr plebiszitäre Elemente und eine Direktwahl des Staatsoberhauptes nochmals an. „Ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen. Vielleicht sogar nur für eine Periode von sieben oder acht Jahren. Dann ist auch das Gerangel um die Wiederwahl, das immer auch koalitionspolitische Elemente hat, ein bisschen eingeschränkt“, sagte das am 23. Mai 2004 von der Bundesversammlung gewählte Staatsoberhaupt in der ARD-Sendung ‚Sabine Christiansen’ am vergangenen Sonntag.

Während der Vorstoß des Bundespräsidenten bei den Koalitionsparteien, SPD und Union, eher auf Zurückhaltung stößt, findet Petra Pau von der Linkspartei den Köhler-Vorschlag “zumindest bedenkenswert”. Ein direkt gewähltes Staatsoberhaupt könne “tatsächlich ein Präsident der Bürgerinnen und Bürger sein und nicht von der Gnade von Parteien abhängen”, meint die linke Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. Es sei ein Unding, dass ein an für sich überparteiliches Amt aus parteipolischen Interessen entschieden würde. Auch die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP sieht in der Direktwahl des Staatsoberhaupts „ein mögliches Element, um dem Amt des Bundespräsidenten eine stärkere demokratische Legitimation zu geben.”

Gemäß Artikel 54 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes wird der Bundespräsident bisher alle 5 Jahre von der Bundesversammlung gewählt. Die Bundesversammlung konstituiert sich aus Vertretern, die von den Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen von den 16 Landesparlamenten nach dem Verhältniswahlrecht bestimmt worden. Die Mitglieder der Bundesversammlung müssen nicht Politiker sein, so dass oft aus PR-Gründen Prominente, Sportler und Künstler entsandt werden. So konnte Horst Köhler bei der letzten Bundesversammlung 2004 auf die Stimmen von Gloria von Thurn und Taxis, der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, dem einstigen Fußballstar Karl-Heinz Rummenigge und Wirtschafsmanager Heinrich von Pierer zählen. Auch die Stimme von Rosi Mittermaier brachte Horst Köhler den Sieg. Und Friede Springer war ebenfalls auf der Seite des widerspenstigen Bundespräsidenten, der „kein Unterschriftenautomat“ sein will.

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